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LEDER PRODUKTE / Pflegehinweise & Reparaturtipps

LEDER PRODUKTE – PFLEGEHINWEISE & REPARATUR TIPPS


Mit unserem kleinen Ratgeber möchten wir Ihnen praktische Hinweise geben, um Ihnen die Pflege Ihrer Lederprodukte zu erleichtern. Gut gepflegte Lederbekleidung wird Ihnen lange erhalten bleiben.


Inhaltsverzeichnis
1. LEDERARTEN
2. ABKÜRZUNG FÜR LEDERARTEN
3. LEDEREIGENSCHAFTEN
4.
WASCHEN & TROCKNEN
5. REINIGEN & PFLEGEN
6. FARBLICHE AUFFRISCHUNG selbst gemacht
7. STATIONEN DER LEDERHERSTELLUNG IN DER GERBEREI



1. LEDERARTEN

Leder unterscheidet sich nach der Tierart die das Leder liefert. Der Verwendungszweck einzelner Lederarten entscheidet sich nach den Eigenschaften des Leders. (z.B. als Fahrzeug-, Möbel- oder Bekleidungsleder), entscheiden ist die Gerbart oder Art der Zurichtung bzw. Art der Färbung. Die häufigsten Tierarten bei Ledern sind die Rindsleder, Lammleder und Schweinsleder. Rindsleder werden in der Regel für Polsterleder (Auto, Möbel), aber auch für Schuhleder, Taschen oder Motorradkombis verwendet. Lammleder werden am häufigsten für leichtere Freizeitjacken und Schweinsleder für preiswerte Lederbekleidung verwendet. Seltener sind Leder von Hirschen (Trachtenbekleidung, konservative Freizeitjacken), Pferden (Jacken und Schuhoberleder), Krokodile und Schlangen (Taschen, Schuhe), Vogel Strauß (Hüte, Taschen), Känguru (Motorradkombis, Hüte) oder Rochen (Geldbörsen, Messerscheiden, Schlüsseletuis)
Grundsätzlich kann man zunächst ungeachtet der konkreten Tierart, von der ein Leder stammt, folgende gängige Ledertypen beschreiben:

GEDECKTES GLATTLEDER
auch: zugerichtetes Glattleder, oberflächenpigmentiertes Glattleder, mit einer wasserabweisenden Farb- und Schutzschicht auf der Oberfläche (Top Coat)

SEMIANILINLEDER
welches eine nur sehr dünne Farb- oder Schutzschicht aufweist,

OFFENPORIGES GLATTLEDER (Anilinleder)
das durchgefärbt und wasser- sowie anschmutzungsempfindlich ist (ein auf die Oberfläche aufgebrachter Wassertropfen zieht ein und dunkelt das Leder) und gar keinen Oberflächenschutz aufweist,

- RAULEDER
ein geschliffenes und ebenfalls offenporiges Glattleder mit samtiger Oberfläche (je nach Verarbeitung aus dem Narbenspalt bzw. Fleischspalt als Nubuk- oder Veloursleder bezeichnet),

- PU-Leder
wobei es sich um folienbeschichtetes Spaltleder mit wasserabweisender, glänzender Polyurethanbeschichtung in Antikoptik handelt.

Zusätzlich ist Kunstleder zu nennen, das aber begrifflich nicht unter Leder gefasst werden kann.

2. ABKÜRZUNG FÜR LEDERARTEN

Manchmal werden zur Beschreibung von Lederarten auch Abkürzungen aus dem englischen Sprachraum verwendet. Um besondere Lederqualitäten handelt es sich dabei nicht. Es werden damit nur Lederarten oder Bearbeitungsschritte beschrieben, aber die können in jeder Qualitätsstufe erfolgen.
- DDDM = Drum Dyed, dry milled leather / Fassgefärbt, trocken gemillt
- DDDN = Drum Dyed, dry Nappa / Fassgefärbt, trockenes Nappa
- NDM = Natural dry milled leather / "Naturel" ist unbestimmt,
trocken gemillt
- PDM = printed dry milled leather / geprägt,
trocken gemillt

3. LEDEREIGENSCHAFTEN

GEDECKTES GLATTLEDER / SEMIANILINLEDER
Pigmentierte oder oberflächengefärbte Glattleder sind Leder, bei denen eine Farbschicht auf der Oberfläche ist. Ein auf diesen Glattledern verriebener Tropfen Wasser perlt ab und dunkelt das Leder nicht. Typisch bei Freizeitjacken und Motorradbekleidung.
PFLEGEHINWEIS: Kleinere Farbschäden und Abschürfungen an den Stoßkanten können Sie mit Leder Farbauffrischer farblich korrigieren. Glattleder sollte 1-2mal im Jahr mit einer Leder-Pflege & Imprägnier-Öl behandelt werden. Das Leder bleibt dadurch geschmeidig, atmungsaktiv, vor Alterung geschützt und wird neu imprägniert.

OFFENPORIGES GLATTLEDER (Anilinleder)
Anilinleder sind Glattleder ohne schützende Farbschicht. Ein verriebener Tropfen Wasser zieht ein und dunkelt das Leder.
PFLEGEHINWEIS: Wasserunempfindlich können solche Leder durch Pflegeprodukte mit den Eigenschaften „Imprägnierung und Schutz vor Flecken“ werden. Die für diese Lederart typischen Ausbleichungen können Sie nur von Fachbetrieben farblich angleichen lassen. Ältere Anilinleder benötigen eine Rückfettung und UV-Schutz. Diese Aufgabe erfüllen Pflegeprodukte mit den Eigenschaften - „Schutz vor Austrocknung und Farbverlust durch Ausbleichen. Die Pflege sollte 1-2 mal pro Jahr erfolgen.

RAULEDER
Rauleder sind alle velourigen Oberflächen. Typisch sind Schweins-und Ziegenveloure, Rindsnubuk und Trachtenbekleidung aus Hirsch-, Elch- oder Kalbsveloure (i.d.R.Sämisch- oder Trangerbung).
PFLEGEHINWEIS: Rauleder sollten 1-2mal pro Jahr mit Pflegeprodukten die - „Schutz vor Austrocknung und Farbverlust durch Ausbleichengepflegt werden. Das Leder wird geschmeidig und vor dem Ausbleichen geschützt. Auch nach der Wäsche blass gewordene Rauleder können wieder aufgefrischt werden. Ausbleichungen können aber nur von Fachbetrieben farblich angeglichen werden. Zur Imprägnierung empfehlen wir ausschließlich Pflegeprodukte die mit Rauleder und Textilien verträglich sind. Für kleinere Anschmutzungen reicht in der Regel eine Kleiderbürste oder ein Radierer für Rauleder.


4. WASCHEN & TROCKNEN

Grundsätzlich kann jedes Leder problemlos mit Leder & Fell Waschkonzentrat in der Waschmaschine oder per Hand gewaschen werden. Bei richtiger Temperatur und Waschen entsprechend der Anleitung wird Ihr Leder wieder sauber, bleibt garantiert weich und wird nicht schrumpfen.

PRAKTISCHE TIPPS:
- stark verspeckte Teile oder stark verschmutzte Glattleder (Kragen, Bündchen, Revers) im Handbad einweichen und mit weicher Bürste vorsichtig vorbehandeln.
- bei Kombinationen verschiedenfarbiger Leder oder bei Leder-Textil-Mix oder bei hellen Futtern und farbigen Ledern können Verfärbungen nicht ausgeschlossen werden. Bei solchen Kombinationen immer ein Leder-Pflegefixiermittel (Farbfixierung beim Waschen der Lederbekleidung / Fixiert im Leder Gerb-, Farb- und Fettstoffe. Verhindert Auslaugen beim Waschen, anzuwenden vor der Lederwäsche.) verwenden.
- nie zwei verschiedene Teile zusammen waschen!
- bei Kostümen immer alle Teile waschen. Manche Leder sind schon vor der Reinigung verblichen oder haben Abschürfungen. Solche Farbschäden werden nach der Reinigung manchmal durch die Entfernung der Verschmutzungen sichtbarer.
- es gibt Lederarten auf dem Markt, wo Farbstoffe nicht ausreichend fixiert sind oder die mit Ölen oder Fetten beschichtet sind. Solche Leder werden durch eine Reinigung sauber, aber die Oberfläche verändert sich.
- nicht gut vernähte Knöpfe oder zu lose aufgenähte Applikationen müssen gesichert werden.
- Lammfelle mit rein weißer Rückseite haben manchmal eine auswaschbare Gerbung! Daher immer erst ein kleines Stück wegschneiden und probewaschen. Schrumpft es, kann das Fell nicht gewaschen werden. Nie über 30 °C waschen.

VORBEHANDLUNG – LEDER
Leder-Textil-Mixteile, mehrfarbige Lederteile, einfarbig schwarz, rot, blau, bordeaux und grün: Solche Teile immer zur Farbfixierung vorbehandeln! Wirkung: Fixiert im Leder Gerb-, Farb- und Fettstoffe. Verhindert Auslaugen beim Waschen. Vorzugsweise anzuwenden vor der Lederwäsche. Lederpflege Nicht in der Waschmaschine, sondern Wanne 1/2 Flasche in ca. 5-10 l Wasser bis abgedeckt, handwarm (max. 30° C). Komplette Motorradkombi ganze Flasche. Lederteil dazu Mindestens 60 Minuten einweichen Zwischendurch bewegen, abtropfen lassen ohne Spülen in die Waschmaschine
VORSICHT:Das Produkt enthält leichte, flüchtige Säuren natürlichen Ursprungs. Hautkontakt durch Handschuhe vermeiden. Spritzer auf Haut oder Augen nur mit viel Wasser abwaschen. Von Kindern fernhalten.

HANDWÄSCHE - LEDER & FELL mit WASCHKONZENTRAT
Geeignet zur Handwäsche für alle Rau- und Glattleder. Jacken, Mäntel, Hemden, Hosen, Motorradkombis, Trachten, Handschuhe.
HANDWÄSCHE: Je nach Waschvolumen 1/3 – 1/2 Flasche + ca. 12 l Wasser (max. bedeckt) max. 30 °C. Komplette Motorradkombi, großer Mantel 1 Flasche. Ca. 30 Min. einweichen lassen und per Hand waschen. Aus dem Waschbad nehmen, abtropfen lassen und einmal mit klarem Wasser spülen.
OBERFLÄCHENREINIGUNG: Reinigen mit Lappen oder Schwamm 1:5 - 1:10 verdünnen. Bei Motorradkombis Bürste mit zur Hilfe nehmen.

WASCHMASCHINE - LEDER & FELL mit WASCHKONZENTRAT
Geeignet im Schon- oder Wollwaschgang bei max. 35°C. Für alle Rau- und Glattleder, z. B. Jacken, Mäntel, Hemden, Hosen, Trachten, Motorradbekleidung und Handschuhe. Auch für Leder-Textil-Mix geeignet.
Je nach Waschvolumen 1/3 – 1/2 Flasche in Maschinenkammer geben. Bei ganzen Motorradkombis oder großvolumigen Mänteln eine ganze Flasche verwenden. Waschen im Woll- oder Schonwaschgang bei maximal 35° C. Am Ende nur anschleudern. Das Leder aus der Trommel nehmen, die Falten gut ausschütteln und bei Raumtemperatur hängend trocknen lassen. Bei volumigen Teilen kann das Trocknen mehrere Tage dauern.
WICHTIG: Nicht im Trockner trocknen! Nach dem Trocknen sind die Lederfasern verklebt. Getrocknete Teile längs und quer ziehen und gut durchrubbeln oder 15 - 30 Min. im Wäschetrockner auf links ohne Warmluft kalt laufen lassen. Nubuk- und Veloursleder danach noch gut aufbürsten.


5. REINIGEN & PFLEGEN

Zur Hauptkundschaft unserer Wasch- und Pflegemittel gehören die Besitzer von Motorradbekleidung. Diese Bekleidung verschmutzt aufgrund der Beanspruchung schnell und ist auch pflegebedürftiger als „normale“ Lederbekleidung. Zur Bekleidung gehören die Kombi, die Handschuhe und die Stiefel.
Motorradleder sind in der Regel gut imprägnierte Glattleder vom Rind. Eher selten ist Känguruleder. Die Ausnahme ist auch Nubuk Leder (Rauleder), und es gibt Motorradbekleidung mit Kombinationen aus Leder und Membranen (Gore Tex, Sympatex etc.).

DIE BEHANDLUNG VON GLATTLEDERN
Die Behandlung von oberflächengefärbten Glattledern ist unabhängig davon, von welchem Tier das Leder stammt. Oberflächengefärbte Glattleder sind Leder, wo zum Schutz und zur Farbgebung eine Farbschicht auf das Leder aufgetragen wurde. Ein auf solchen Ledern verriebener Tropfen Wasser perlt ab.
Fliegendreck“ und andere Verschmutzungen können Sie sehr gut oberflächlich mit einem Leder Waschkonzentrat per Hand mit einer Mischung aus 1:5 – 1:10 Waschkonzentrat und Wasser und der weichen Bürste entfernen. Auch helle Leder werden damit wieder sehr sauber. Handschuhe und Stiefel können entsprechend gesäubert werden.
Manchmal ist eine Komplettreinigung notwendig. Dann können Sie die Kombis und Handschuhe auch mit einem
Leder Waschkonzentrat selber per Hand oder in der Waschmaschine waschen. Die Reinigung erfolgt entsprechend der Waschanleitung. Eingetrockneter „Fliegendreck“ muss aber per Hand mit der Bürste vorgereinigt werden.
Es ist kein Problem, Motorradkombis in der Waschmaschine zu waschen. Das Leder bleibt garantiert weich. Protektoren können mit gewaschen werden.
Zur Pflege von Glattledern empfehlen wir ein
Leder Pflege & Imprägnier Öl. Es imprägniert und pflegt das Leder, ohne die Poren zu schließen. Die Atmungsaktivität ist eine wichtige Eigenschaft für Leder- & Motorradbekleidung. Unverdünnt kreisend mit Lappen oder Schwamm sparsam auftragen. Kleine Farbschäden können problemlos mit einem „Leder Fresh“ wieder farblich angeglichen werden.

DIE BEHANDLUNG VON MEMBRANBEKLEIDUNG
Für Membranbekleidungen (Gore Tex, Sympatex etc.) gibt es Spezialwaschmittel, das für reine Textilbekleidung, reine Lederbekleidung und für Textil-Leder-Mix mit Membran geeignet ist. Die Vorgehensweise ist identisch wie bei Glattledern, nur wird statt des Leder Waschkonzentrats das Spezialwaschmittel verwendet. Die schützende Eigenschaft der Membran bleibt erhalten. Glattleder können zusätzlich dünn mit Leder Pflege & Imprägnier Öl gepflegt werden, und Textilbekleidung wird nach der Reinigung zusätzlich mit Imprägnierung für Rauleder und Textilien wasserabweisend nachbehandelt.

DIE BEHANDLUNG VON RAULEDERN
Gelegentlich wird Motorradbekleidung mit Nubuk Ledern angeboten. Das sind i.d.R. Rindsleder, die auf der Narbenseite leicht angeschliffen sind und einen sehr weichen Flor haben. Nubuk Leder sind empfindlicher als Glattleder. Solche Leder sind aufwendiger zu säubern und bleichen auch leichter aus. Daher sollte so ein Leder eher für „Schönwetter-Touren“ verwendet werden, und das Leder sollte rechtzeitig gesäubert und regelmäßig gepflegt werden.
Wie bei den Glattledern kann das Leder entsprechend der Waschanleitung problemlos per Hand oder in der Maschine gewaschen werden. Eingetrocknete Flecken sollten vor der Komplettwäsche mit einem
Leder Waschkonzentrat per Hand mit einer Mischung aus 1:5 - 1:10 Waschkonzentrat und Wasser und der weichen Bürste entfernt werden. Eine lokale Nassreinigung ohne Komplettreinigung birgt das Risiko von Fleckenrändern. Daher eher mit dem Radierer oder der Bürste vorsichtig säubern. Im Zweifel eine Komplettreinigung vornehmen. Nach dem Trocknen sind die Lederfasern verklebt. Getrocknete Teile längs und quer ziehen und gut durchrubbeln und aufbürsten oder 15 bis 30 Minuten im Wäschetrockner auf links ohne Warmluft kalt laufen lassen.
Für die Pflege der Rauleder empfehlen
wir ausschließlich Pflegeprodukte die mit Rauleder und Textilien verträglich sind. Dadurch erhält dieses empfindliche Leder die notwendige Rückfettung und den wichtigen UV-Schutz. Für die wichtige Imprägnierung solcher offenporiger Leder ist das Imprägnierspray wichtig.


6. FARBLICHE AUFFRISCHUNG selbst gemacht

GEDECKTES GLATTLEDER / SEMIANILINLEDER
Pigmentierte Glattleder bekommen durch den Gebrauch mit der Zeit Kratzer und Abschürfungen. Solche Farbschäden lassen sich bei einfarbigen Ledern sehr leicht mit einem Leder Farbauffrischer farblich ausgleichen. Verschmutzte Leder sollten vor der Farbauffrischung lokal oder komplett gesäubert bzw. gereinigt werden. Nach dem Leder Fresh das Leder mit Leder Pflege & Imprägnier Öl neu einpflegen und vor weiterem Farbschäden schützen.

OFFENPORIGES GLATTLEDER (Anilinleder) UND RAULEDER
Diese bleichen meist flächig aus. Diese lassen sich leider nicht mit einfachen Mitteln selber farblich wieder angleichen. Sie benötigen in solchen Fällen fachliche Hilfe. Wir empfehlen Ihnen gerne einen Spezialisten. Solche Leder daher nie zu lange einer Lichtquelle aussetzen sondern im Schrank lagern.
Manchmal möchten Kunden bunte Teilstücke eines Motorradkombis oder eine komplette Jacke oder Hose in einer anderen Farbe umgefärbt haben. Umfärbungen sind manchmal möglich, aber sie sind immer aufwendig und arbeitsintensiv. Durch den Farbauftrag bei Glattledern wird sich auch immer etwas der Griff verändern, und umgefärbte Rauleder färben manchmal nach der Umfärbung leicht ab. Solche Arbeiten können nur von Fachbetrieben durchgeführt werden.

Häufig werden wir gefragt, wer Umfärbungen, Reparaturen oder Näharbeiten anbietet. Wir empfehlen Ihnen gerne entsprechende Fachbetriebe. Insbesondere bei Umfärbungen ist aber nicht alles möglich.


7. STATIONEN DER LEDERHERSTELLUNG IN DER GERBEREI

LAGERN UND SORTIEREN
In gekühlten Räumen wird die Rohware gelagert.

WEICHEN
Dur
chdasWeichen wird die Rohware von Schmutz und Konservierungssalzbefreit underhältihren ursprünglichen Wassergehalt zurück.

ÄSCHERN
Dur
chZugabe vonKalk und Schwefelverbindungen lösensich im Äscher die Haare von der Haut.

ENTFLEISCHEN UND SPALTEN
Beim Entfleischen werden Gewebe-, Fleisch- und Fettrestemit scharfen Messerwalzenentfernt. Um ein gleichmäßig dickes Narbenleder von bestimmter Stärke zu erhalten, wird dasLeder gespalten.Das dabei anfallende Spaltleder kann unter anderem zu Veloursleder weiterverarbeitet werden.

BEIZEN, PICKELN, GERBEN
Beim Beizenund Pickelnwird dasFell mit Säure undSalz für die Gerbung aufbereitet. Währenddes Gerbens nehmen die Hautfaserndie Gerbstoffe auf. Damit ist aus der rohen HautLeder geworden.

ABWELKEN
Die nassen Leder werden durch Abwelken entwässert.

SORTIEREN
Die Leder werden nach
verschiedenenQualitätskriterien sortiert.

FALZEN
Das Narb
enleder wird auf einegleichmäßige Stärke gebracht. Aufder Rückseite werden Unebenheiten entfernt. Anschliend wird das Leder zu Färbepartien zusammengestellt.

NEUTRALISIEREN, FÜLLEN, FÄRBEN UND FETTEN
Die aus derGerbung stammende Säure wird zunächst neutralisiert. Es folgen je nach Ledertyp, eine Füllung und das Färben mitwasserlöslichen Farbstoffen. Durchdie Zugabe von Fetten wird schließlich die für das Fertigleder geforderte Weichheit erzielt.

TROCKNEN
Zwei Meth
oden werden zumTrocknen desLeders angewandt: das Vakuumtrocknen,bei dem dieFeuchtigkeitabgesaugt wird unddas Hängetrocknen, bei demdie Leder durch Trockenöfen gefahrenwerden.

STOLLEN
Um das Le
der nach dem Trocknenweich zu machen, wirdes maschinellgewalkt(gestollt) und in weiterenArbeitsgängenfür die Zurichtung vorbereitet.

ZURICHTEN
Hier erhält das Leder in einer abschließenden Oberflächenbehandlungseinendgültiges Aussehen. Durch Grundieren, Farbauftrag, Appretieren,Pressen und Bügeln wird dem Leder,je nach den modischenAnforderungen, eine glänzende oder matte,ein- odermehrfarbige, glatte oder genarbte Oberfläche gegeben. Die Kunst des Zurichtens bestehtdarin, auf das Leder hauchdünneSchichten aufzubringen, ohne dass die Optik und die geschätzten Eigenschaften wie Geschmeidigkeit und Atmungsfähigkeit beeinträchtigt werden.

KONTROLLE
Zwischen
allenArbeitsgängen wirdimmer wieder die Qualität geprüft. Die Endkontrolle stellt sicher das die einzelnen Fertigungspartien inallen Anforderungen demLedertyp bzw. der Mustervorlage entsprechen. Dabei werden die Leder auch nach verschiedenen Qualitätsmerkmalen sortiert.

VERSAND
D
ie Leder werden elektronisch vermessen, verpacktundgehen in den Versand.